Freitag, 6. April 2012

Wolf Serno: Die Medica von Bologna (Knaur)

Mit einem Feuermal im Gesicht kommt Carla zur Welt. Ihre Mutter, die ihr Geld als Schneiderin verdient, und immerhin ein eigenes Haus besitzt, achtet darauf, dass das Kind nicht in der Stadt gesehen wird - denn wir befinden uns im 16. Jahrhundert, die Leute sind abergläubisch, und die Inquisition ist sehr aktiv. 
Carla hofft darauf, dass sie ein Medicus von der auffälligen Verfärbung befreien kann. Doch je mehr sie sich mit der Heilkunde befasst, desto mehr muss sie feststellen, wie wenig Ärzte bewirken können - und wie faszinierend die Medizin ist. Ein Studium an der berühmten Hochschule in ihrer Heimatstadt Bologna aber steht nur Männern offen. Und so pflegt Carla vormittags Patienten im Klosterspital - und schleicht sich dann auf den Dachboden über dem Hörsaal, um Vorlesungen anhören zu können. Die Geschichte einer unangepassten Frau - was für ein Märchen! aber es wäre nett, wenn... Das ist definitiv nicht das stärkste Werk von Wolf Serno. 


Prädikat: *

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