Samstag, 28. April 2012

Rita Falk: Winterkartoffelknödel (dtv)

Franz Eberhofer, einst in München, kehrt zurück nach Niederkaltenkirchen - als Dorfgendarm. Dort hat er eigentlich nichts zu tun; und genau das war auch der Sinn seiner Versetzung, eigentlich. Doch während Eberhofer mit seinem Hund Ludwig die Runde macht, macht er sich so seine Gedanken. 
Und da fällt ihm beispielsweise auf, dass die Neuhofers nicht nur innerhalb erstaunlich kurzer Zeit, sondern auch an sehr merkwür- digen Dingen gestorben sind. Vater Neuho- fer beispielsweise, ein Elektromeister, starb beim Anklemmen des neuen Elektroherdes in seiner eigenen Küche an einem Stromschlag. Kurze Zeit später wird Mutter Neuhofer erhängt im Wald aufge- funden. Die beiden Söhne erben das Haus, und beginnen mit Umbau- arbeiten. Dabei stürzt ein Container herab, und erschlägt den Älte- ren. Wenige Tage später verkauft der jüngere Sohn das Haus - und auf dem Grundstück wird eine Tankstelle gebaut. Kein Wunder, dass Eberhofer denkt, der Neuhofer Hans sei der Mörder. Bald darauf aber stirbt auch dieser bei einem Unfall. Das ist nun doch zuviel, meint der Polizist, den viele unterschätzen - auch die Inhaber einer Immo- bilienfirma, die bei dem Tankstellendeal sehr viel Geld abgezweigt haben. Rita Falk erzählt diesen Krimi mit einem knorrigen Helden aus der tiefsten Provinz, dass der Leser vor Lachen nicht in den Schlaf kommt. Was für ein Humor! Mehr davon, unbedingt!!


Prädikat: ****


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