Sonntag, 8. April 2012

Friedrich Ani: Süden und die Schlüsselkinder (Knaur)

Kurz vor Weihnachten verschwindet der zehnjährige Adrian aus einem Kinder- schutzhaus. Detektiv Tabor Süden, ein Meister im Aufspüren von Vermissten, soll ihn suchen. Dabei orientiert er sich an SMS, die der Junge seiner Freundin Fanny schickt. Denn damit zeigt Adrian an, welche Personen und Orte er aufsuchen möchte. Die Geschichte ähnelt zunächst einer Schnitzeljagd. Doch sie ist mitnichten fröhlich, und so ist Süden letztendlich froh, dass den kleinen Helden nichts passiert ist. Dem Leser wird schon bald klar: Auf eine Familie können Kinder wie Adrian nicht bauen. Eine beklemmende Milieustudie, von Friedrich Ani brillant in einen Roman verpackt, den man einen Krimi nicht mehr nennen möchte. 


Prädikat: *****

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