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Samstag, 4. Mai 2013

Sabine Ebert: 1813 - Kriegsfeuer (Knaur)

Dieses dicke Buch berichtet über das Jahr 1813 - ein Kriegsjahr, das für die Menschen in Mitteldeutschland unglaubliches Leid, Not und eine Vielzahl von Scharmützeln und Schlachten brachte. Sabine Eberle hat, wie schon für ihre Romane um die Stadt Frei- berg, die Wettiner und die Hebamme Marthe, die Dokumente gründlich befragt. So erzählt die Autorin zwar spannende Ge- schichten, der Leser darf sich aber oben- drein darauf verlassen, dass die Fakten stimmen. Und neben den erfundenen Figuren, die Farbe in den Roman bringen, finden sich jede Menge historische Gestalten: Ein zaudernder König und zynische Diplomaten im Ringen um Europas zukünftige Grenzen, Generäle, die mit Blut Geschichte schreiben, und brave Bürger, die versuchen, zwischen den Fronten ihre Existenz zu retten. Wer etwas über die Völkerschlacht erfahren will - dieses brillante Buch vermittelt viele Aspekte, die man in den Geschichtsbüchern nicht finden kann. 

Prädikat: ****

Mittwoch, 18. November 2009

Lena Johannson: Die Bernsteinsammlerin (Knaur)


Der berühmte Lübecker Rotspon hat die Thuraus reich und mächtig gemacht. Ihre Tochter Femke vertreibt sich die Zeit damit, kleine Meisterwerke aus Bernstein zu schnitzen. Als Napoleons Soldaten die Stadt erobern, kann sie ihrer Familie das Überleben sichern, dank ihrer Kunstfertigkeit - und weil sie einen hohen französischen Offizier schwer beeindruckt hat.
Doch irgendwann gehen die Bernstein-Vorräte zu Ende. Femke reist nach Stolp, um neues Material zu erwerben. Dort erlebt sie eine Überraschung, die ihr ganzes Leben verändert. Ein Frauenschicksal, grundsolide erzählt und mit Geschick gestaltet.

Prädikat: ***