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Donnerstag, 10. November 2016

Sam Eastland: Roter Zorn (Knaur)

Eigentlich gilt Inspektor Pekkala als tot: Er sollte den Abtransport des Bernstein- zimmers verhindern, und dabei soll er mit verbrannt sein. Stalin freilich glaubt nicht daran, und auch Major Kirow, Pekkalas Assistent, hat seine Zweifel. Auf Befehl des Diktators muss Kirow schließlich an die Front, um Nachforschungen anzustellen. Alle Spuren weisen in die Ukraine – mitten hinein in einen Partisanenkrieg, in dem nicht nur gegen die Deutschen gekämpft wird. 
Sam Eastland ist ein Pseudonym von Paul Watkins, Jahrgang 1964. In seinen Krimis um Inspektor Pekkala, der ursprünglich dem Zaren diente, schreibt der amerikanische Schriftsteller über Dinge, von denen er nicht viel Ahnung hat. Doch mit jedem Buch kommt er Zeitzeugenberichten näher, und seine Geschichten werden immer besser und spannender. Der Leser freut sich daher über die Rückkehr des Smaragdauges – und auf den nächsten Band. 

Prädikat: ***

Freitag, 22. Januar 2016

Sam Eastland: Roter Schmetterling (Knaur)

Auf der Jagd nach dem Bernsteinzimmer sind nicht nur Hitlers Truppen. Auch Stalin schickt seine Leute aus: Inspektor Pekkala soll verhindern, dass das berühmte Geschenk des preußischen Königs an den Zaren in die Hände der Nazis fällt. Dabei soll ihm Leutnant Tschurikowa assistieren, eine Kunstexpertin, die auch den Gegen- spieler kennt, den deutschen Professor Gustav Engel. Sie werden durch die Front nach Zarskoje Selo gebracht. Was Pekkala nicht weiß: Tschurikowa ist für die Nazis tätig. Was wiederum Tschurikowa nicht ahnt: Die Nazis brauchen sie nicht mehr, nachdem sie verraten hat, wie die Bernstein-Tafeln transportfähig gemacht werden können. 
Sam Eastland bringt in seinem jüngsten Kriminalroman Inspektor Pekkala zurück an den Zarenhof, an dem das Smaragdauge einst im Dienste des Zaren tätig war. Es könnte der letzte Fall sein, der ihm von Stalin aufgezwungen worden ist – obwohl der Diktator nicht daran glauben will, dass die verkohlte Leiche, die neben dem Lkw gefunden wurde, auf dem das Bernsteinzimmer verbrannt ist, die seines Meisterspions sein soll. Das Unbehagen beim Lesen will allerdings auch bei diesem Band nicht verschwinden. Auch wenn er gut gemacht ist - aber es ist schauderhaft, eine Kulisse wie diese für einen Krimi zu nutzen.  

Prädikat: **